Ortsteile der Stadt Bad Schandau

Sendigvillen in OstrauOstrau
Seit der Jahrhundertwende beliebt bei Urlaubern, die über dem Elbtal wohnen wollen.
Das Ortsbild von Ostrau wird wesentlich durch prächtige Holzvillen geprägt. Der bekannte Hotelier Rudolf Sendig ließ diese 1903 im Landhausstil erbauen. Inspiriert von schönen Landhäusern in den Bergen der Schweiz, wollte er auch Gästen und Einwohner in Bad Schandau solch idyllische Wohnanlagen schaffen. Das herrliche Plateau von Ostrau, idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, mit Blick auf die Schrammsteine, das Elbtal und die Berge und Höhen der Sächsischen Schweiz sollten seiner Meinung nach eine große Zukunft haben. Mit dem Bau dieser Villen schuf Sendig die Voraussetzung für den heutigen Tourismus im Stadtteil Ostrau. Die Quartierungen in dieser traumhaften Lage sind bei allen Gästen sehr beliebt.

7 Brüder-Häuser in PostelwitzPostelwitz
Charakteristisches Schifferdorf mit hübschen Fachwerkhäusern, die sich an den sonnenverwöhnten Hang unterhalb von Ostrau schmiegen.
Mit dem Stadtteil Postelwitz verbinden sich viele Traditionen. Am weitesten hin zu erkennen sind die hohen hellen Sandsteinwände über dem hinteren Teil des Dorfes unterhalb der Schrammsteine – die alten Postelwitzer Steinbrüche. Die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Betrieb genommenen Brüche waren zeitweilig die wichtigsten ihrer Art im Elbsandsteingebirge. Der Stein für die neue Schandauer Kirche wurde hier gebrochen aber auch am Dresdener Zwinger, der Kreuzkirche und der Katholischen Hofkirche sowie an der Frauenkirche fand der Stein, der sich durch gleichmäßiges Korn und Wetterbeständigkeit auszeichnete, Verwendung.

Ortsteil SchmilkaSchmilka
Ein Urlaubsort am Schrammsteinmassiv für Wanderer in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz.
Der Stadtteil Schmilka ist wie Postelwitz ein typisches altes Schifferdorf. Der bekannteste und beliebteste Brauch ist hier, wie auch in allen anderen Dörfern an der Oberelbe, die seit Jahrhunderten begangene Schifferfastnacht. Im Winter, wenn auf der Elbe starke Eisschollen trieben oder sie gar fast zugefroren war, musste die Schifffahrt ruhen, und die Schiffer waren ohne Arbeit. Die Arbeitslosigkeit im Winter zehrte das wenige Ersparte schnell auf, so das die wärmeren Tage und der Beginn der Schifffahrt ersehnt wurde. Deshalb wurde um die Monate Januar / Februar der Winter ausgetrieben. Nach den kargen Wochen geschah das unter Beteiligung des ganzen Dorfes fröhlich und ausgelassen als Schifferfastnacht. Das Fest wird heute noch nach den alten Traditionen begangen. Die Schiffervereine der verschiedenen Orte, wie Postelwitz, Prossen oder Schmilka beehren sich mit Abordnungen gegenseitig zu den Umzügen und beweisen damit eine beachtenswerte Ausdauer im Feiern.

Blick auf KrippenKrippen
Hier wohnten, speisten und tranken seit dem Mittelalter Kaufleute, Maler und andere Künstler.
Einer der 4 Stadtteile von Bad Schandau ist das idyllische Krippen, linkselbisch direkt am Fluss gelegen und durch eine Fähre mit der Stadt verbunden. Die verkehrsgünstige Lage mit Anschluss an Bahn, Bus und Schiff bietet sehr gute touristische Möglichkeiten. In Krippen lebte von 1853 bis 1895 Friedrich Gottlob Keller, der Erfinder des Holzschliffpapiers. In seinem Wohnhaus befindet sich heute das Kellermuseum mit interessanten Exponaten aus den Anfängen der Papierindustrie. Das Hotel Grundmühle entstand aus einem historischen Mühlengebäude. Die Krippener Chronik berichtet von vier Wassermühlen, der Schinkenmühle, der Grundmühle, der Mittelmühle und der Vordermühle.
Interessant für jung und alt ist der Sonnenuhrenweg, ein Rundwanderweg in Krippen mit 23 individuell gestalteten Sonnenuhren.

Kirche in PorschdorfPorschdorf
Der Stadtteil Porschdorf fügt sich in das enge Tal des Lachsbaches und reicht bis zu den Ebenheiten. Auf kurzen Strecken besteht ein Höhenunterschied von bis zu 90 Metern.
Ort und Menschen standen seit je her in enger Beziehung zur Landschaft, weil sie im starken Maße von ihr geprägt wurden.
Seit der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts vollzog sich eine ständige Entwicklung des Fremdenverkehrs.
Mit Bus und Bahn ist der Ort gut erreichbar. Besonders reizvoll und eine touristische Attraktion ist eine Fahrt durch das Sebnitztal mit der Sächsisch-Böhmischen Semmeringbahn durch viele Tunnel und über beachtliche Viadukte.
Der Ort wird von der ev. Kirche geprägt, die 1903/04 aus Sandstein erbaut wurde. Ansprechend wirkt auch der neu gestaltete Dorfplatz.
Um die Ortschaft herum gibt es eine Vielzahl von teilweise gut ausgebauten Rundwanderwegen mit schönen Aussichten.

Prossen DampfschiffanlegestelleProssen
Der Stadtteil Prossen präsentiert sich in ruhiger, sonniger Lage direkt an der Elbe am Radweg.
Die älteste bekannte Urkunde stammt vom 9. Mai 1412 und berichtet vom Rittergut, dass „Heinriche von Gryslow ozu Prossentin gesessin“ hat. Die Ortschaft Prossen entstand erst nach und nach neben dem Rittergut. Die Prossner arbeiteten, wenn sie nicht vom Rittergut benötigt wurden, hauptsächlich als Steinbrecher oder als Schiffer auf der Elbe.
Der Fremdenverkehr, heute Haupterwerbsquelle, begann vor etwa 100 Jahren. Schon damals bekam Prossen den Beinamen „Sommerfrische“.
Das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes prägt auch heute noch den Ortskern.
Vorteilhaft ist die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Sächsische Dampfschifffahrt. Der Wassersportler kann auch mit dem Boot im Hafen ankern.
Einen Höhepunkt bildet der traditionelle Umzug zur Schifferfastnacht (jeweils am 3. Samstag im Januar), zu dem jährlich viele Besucher aus Nah und Fern zu uns kommen.

Blick vom Gamrich auf WaltersdorfWaltersdorf
Der Urlaubsort auf der Hochebene zwischen Lilienstein und Polenztal bettet sich in das Grün der Wälder, die bis dicht an den Ort reichen.
Eine Siedlung von Villen zur “Sommerfrische” im Neuporschdorfer Teil des Ortes zeugt vom Aufschwung des Fremdenverkehrs zu Beginn des vorigen Jahrhunderts.
Der Lilienstein, auf Waltersdorfer Flur liegend, prägte zwar nicht die Geschichte des Ortes, steht aber trotzdem in enger Verbindung mit ihr. So schrieb Götzinger um 1800 als erster mit begeisterten Worten die umfassende Aussicht vom Lilienstein.
Auch von kriegerischen Machenschaften blieb die Region nicht verschont. Im Jahre 1813 bezog Napoleon den Lilienstein in seine weit reichenden Kriegspläne ein, indem er eine Straßenverbindung von der Festung Stolpen bis ins Osterzgebirge herstellt, die sog. Kaiserstraße.
Die nichtbäuerliche Bevölkerung des Ortes war bis zum Ende des 19. Jahrhundert größtenteils als Schiffer und Steinbrecher tätig.
Um den Ort herum gibt es zahlreiche Wanderwege, die auch den kurzen Spaziergang mit herrlichen Panoramaaussichten auf die umgebende Fels- und Bergwelt belohnen.
Die unmittelbare Nachbarschaft zum Kurort Rathen, der Bastei und der Felsenbühne Rathen sind von besonderem Vorteil.